1945

Am 05. Oktober des Jahres und nur knapp fünf Monate nach Zusammenbruch und offiziellem Kriegsende kommt in Neuaubing eine Handvoll von Freunden zusammen mit der Absicht, nach zwölfjährigem Verbot der NaturFreundebewegung eine neue Sektion ins Leben zu rufen. Bereits am 15. November findet dann die Gründungsversammlung für die Sektion Hochkalter innerhalb der Ortsgruppe München im Neuaubinger Bierstüberl (Spitzauer) statt. Durch demokratische Wahl geht aus der Mitte der Anwesenden die erste Vorstandschaft des Vereins hervor. Als 1. Vorstand wird Georg Scheidler gewählt.

Noch im Dezember des Jahres 1945 stellt sich die Frage nach einer Vereinshütte. Die Krottentaler Alm im Rotwandgebiet, eine vormalige Wehrmachtshütte, erscheint nach einer Besichtigung in allen Belangen geeignet. Die mietweise Überlassung der Hütte wird angestrebt.

Am 31.12.1945 beträgt der Mitgliederstand der Sektion Hochkalter in Neuaubing bereits 67 Freundinnen und Freunde.

1946

In diesem Jahr kann mit der zuständigen Stelle der amerikanischen Besatzungsmacht, dem Office of Custodian of Blocked Property, ein vorläufiger Mietvertrag für die Krottentaler Alm abgeschlossen werden.
Die Leitung der Sektion Hochkalter geht in die Hände des bewährten Freundes Franz Gruber über.

1947

Zwischenzeitlich ging die Verwaltung von ehemaligem Wehrmachtsbesitz in Bayern in die Zuständigkeit des Landesamtes für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung über. Dadurch wird es möglich, am 01.05.1947 einen Pachtvertrag für die Krottentaler Alm abzuschließen. Vertragspartner sind das Landesamt für Wiedergutmachung und die Landesleitung Bayern des TVDN. Die Pachtsumme beträgt jährlich 900,– Reichsmark.

1949

Unter Vorstand Franz Gruber erlangt am 01.01.1949 die Sektion Hochkalter als Ortsgruppe Neuaubing die Selbständigkeit.
Am 01.05.1949 läßt sich die Pacht für die Alm auf 5 Jahre ausdehnen. Doch bereits am 30. November wird die Zeitspanne auf 10 Jahre verlängert. (01.05.1949 bis 30.04.1959) wobei nunmehr der Bayerische Staat durch das Finanzamt Miesbach vertreten wird und als Vertragspartner die Ortsgruppe Neuaubing (Franz Gruber) fungiert.

1952

Am 01. August 1952. also nur etwas mehr als 3 Jahre nach Abschluß des zehnjährigen Pachtvertrags, wird die Krottentaler Alm von der Landesleitung Bayern des TVDN vom Bayerischen Staat käuflich erworben. Die Kaufsumme beläuft sich auf 12.000,– DM. Die Nutzungsrechte für das Objekt bleiben bei der Ortsgruppe Neuaubing.

1956

03. Januar: Eintragung der Vereinssatzung beim Amtsgericht München.
Am 08. März wird zwischen der Landesleitung Bayern des TVDN und der Ortsgruppe Neuaubing (Georg Scheidler) vertraglich vereinbart, daß dem Wunsch der OG Neuaubing, die Krottentaler Alm käuflich zu erwerben, entsprochen wird. Die Mindesttilgungsrate jährlich soll 1.000,– DM und der Gesamtkaufpreis 12.840,– DM betragen.

1958

Februar: Die Ortsgruppe Neuaubing wird mit der Durchführung der Bayerischen alpinen Landesmeisterschaft der NaturFreunde beauftragt. Schirmherr ist Dr. Wilhelm Högner.

1962

Kauf eines Transportfahrzeuges (Steyr-Puch-Haflinger) zur Versorgung der Krottentaler Alm.

1963

Ein Ackja für den Verletztentransport wird angeschafft.

1965

Mit der Unterzeichnung eines Kaufvertrages zwischen der Landesleitung Bayern des TVDN und der OG Neuaubing (Gerhard Dobner) am 19. September 1965 wird letztere Eigentümerin der Krottentaler Alm.

1970

Der Verein feiert am 24. Oktober das 25jährige Stiftungsfest unter Vorstand Hans Ehret.

1971

Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Freund Gerhard Dobner anläßlich der Generalversammlung am 21.11.1971.

1973

Die Freunde Sepp Schrank und Luky Hausinger vertreten unter 73 Teilnehmern die OG Neuaubing bei der Grönlandexpedition der Bayerischen NaturFreunde (07.07. bis 16.08.1973)

1979

Als Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung soll die Abwasser- und Müllbeseitigung auf der Alm neu geregelt werden. Das Landratsamt Miesbach und das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim kündigen diesbezüglich Auflagen an.

1980

Bei einer Transportfahrt zur Krottentaler Alm kommt am 05. September unser Freund Eberhard Beimler durch einen Unfall auf tragische Weise ums Leben.

Am 15.12. findet zum Gedenken an Frd. Beimler eine Veranstaltung im Saal des Pasinger Hofbräustüberls statt. Der Abend wird von den Fischbachauer Sängerinnen und Sepp Winkler musikalisch umrahmt. Freund Gerhard Dobner liest die Heilige Nacht von Ludwig Thoma.

1981

Beginn des Wegebaus durch das Krottental im Rahmen der Almsanierung Rotwand durch die Flurbereinigungsdirektion München.

1982

Der Almwegebau erreicht den Taferlbaum. Am 10. August folgen neun Gemeinderäte von Bayerischzell einer Einladung zur Besichtigung der Krottentaler Alm. Sie begutachten die in den vergangenen Jahren durchgeführten Sanierungsarbeiten an der Hütte.
Um den Klärgrubenbau für eine Abwasserreinigung auf der Alm voranzubringen, beschließt die Generalversammlung Ende des Jahres, allen Mitgliedern im Jahr 1983 eine einmalige Abgabe von DM 30,– aufzuerlegen.

1983

Bau der Klärgrube (Dreikammersystem). Materialkosten mit Maschineneinsatz (ohne erbrachte Eigenleistungen) rund 22.000,– DM.

1984

Verhandlungen mit dem Forstamt Schliersee über die künftige Benutzung des ausgebauten Fahrweges zur Krottentaler Alm mit dem Haflinger. An Sonn- und Feiertagen wird mit Rücksicht auf die zahlreichen Bergwanderer das uneingeschränkte Fahrverbot aufrechterhalten.

1985

Die Ortsgruppe Neuaubing begeht mit einer Jubiläumsveranstaltung am 26. Oktober das 40jährige Bestehen des Vereins. Der Festabend findet im großen Saal des ehemaligen Neuaubinger Bierstüberls – nunmehr Gaststätte Wienerwald in Neuaubing – statt.
Dieses Jahr jährt es sich auf zum 20. Male, daß die Krottentaler Alm durch Kauf in den Besitz des Vereins übergegangen ist. Diesen Besitz sorgsam zu pflegen und als Mittelpunkt unserer Gemeinschaft und echter Bergkameradschaft zu erhalten – das ist Wunsch und Anliegen der Vorstandschaft für die kommende Zeit.

1986

Das Hüttendach (an dem der Belag aus Fichtenholzschindeln erstmalig Anfang der 50er Jahre durch eine Blechabdeckung ersetzt wurde) war mittlerweile wieder renovierungsbedürftig und es mussten umfangreiche Reparaturarbeiten durchgeführt werden.

1987

Am 21. Januar beschließt der Kreistag Miesbach, das Rotwandgebiet und damit auch das gesamte Krottental unter Landschaftsschutz zu stellen. Auf der Hütte: Sanierung des Kachelofens im Aufenthaltsraum. Der Jugendschlafraum wird mit neuen Kästchen ausgestattet. Zur Sicherung der Stromversorgung wird ein weiterer Batteriesatz angeschafft. Nach insgesamt 7-jähriger Bauzeit findet der Wegebau im Bereich des Krottentales seinen Abschluß.

1988

Benno Steiger übernimmt den Vereinsvorsitz. In diesem und in den folgenden Jahren wird die Innenausstattung der Hütte weiter verbessert: Erneuerung der Kästchen im 2. Schlafraum links und des PVC-Fußbodenbelags im Aufenthaltsraum und Hüttengang, dann der Kästchen im 1. Schlafraum links und schließlich Renovierung des Küchen- und 4er – Zimmers.

1992

In diesem Jahr schafften wir ein neues Transportfahrzeug, Mercedes Benz 300 G, an.

1993

Gottfried Schramm, der bereits in den Jahren 1975 bis 1979 den Verein geleitet hat, wird wiederum zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Abschließend werden in diesem Jahr auch noch das 2er- und 3er- Zimmer mit neuen Kästchen bestückt.

1994

Unser erster Vorsitzender und langjähriger Freund Gottfried Schramm verstarb plötzlich und unerwartet beim Segeln auf dem Staffelsee.
Peter Ahrens, der bislang 2. Vorstand war, übernimmt ab September die Vereinsführung.

1995

Erstmals in der Geschichte unserer Ortsgruppe beruft die Generalversammlung für dieses Jubiläumsjahr eine Freundin an die Vereinsspitze.
Brigitte Fellinger wird 1. Vorsitzende.
Mit einer Jubiläumsveranstaltung und einer Bergmesse feiert die Ortsgruppe Neuaubing ihr 50jähriges Jubiläum.

1996

Im November 1996 verschüttet ein Erdrutsch vom großen Miesing den Weg ins Krottental.

1997

Bis zur Wiederherstellung des Zufahrtsweges im Herbst musste die Hütte von der Taubensteinbahn aus zu Fuß versorgt werden.

2002

Dietmar Mayer übernimmt nach 6jähriger Amtszeit das Amt des 1. Vorsitzenden von Brigitte Fellinger.

2006

Das Amt des 1. Vorsitzenden wird von Christian Fellinger übernommen.

2010

Martin Meyer wechselt vom dem Amt des Tourenführers zum 1. Vorsitzenden.